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Kann ich langfristig in Australien bleiben?

VisumAktualisiert am

Ja. Für ausgebildete Handwerker und Techniker gibt es mehrere Möglichkeiten, auch nach dem Working-Holiday-Visum langfristig in Australien zu bleiben.

Ein häufiger Weg ist eine Sponsorship durch einen australischen Arbeitgeber. Dabei nominiert dein Arbeitgeber dich für ein arbeitgebergesponsertes Visum, beispielsweise das Skills in Demand Visa der Subclass 482. Damit kannst du je nach Visum und persönlicher Situation bis zu vier Jahre in Australien leben und für deinen Sponsor arbeiten. [1]

Wenn du dich im Unternehmen bewährst und langfristig gebraucht wirst, kann danach ein weiteres Arbeitgebervisum oder unter bestimmten Voraussetzungen sogar eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung infrage kommen. Ein möglicher permanenter Weg ist das Employer Nomination Scheme Visa der Subclass 186. [2]

Eine Sponsorship ist allerdings nicht automatisch garantiert. Sowohl dein Arbeitgeber als auch die Position und du als Bewerber müssen die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen.

Viele Mining-Unternehmen sind grundsätzlich offen dafür, gute Leute langfristig zu halten. Ein Beispiel aus unserem Umfeld: Ein Nutzfahrzeugmechatroniker, der im Dezember in Australien gestartet ist, bekam die Sponsorship direkt von seinem Arbeitgeber angeboten. Das Unternehmen war mit seiner Arbeit zufrieden und hatte gleichzeitig einen stark gefüllten Auftragskalender.

Kann ich meine Partnerin mit nach Australien nehmen?

Bei vielen arbeitgebergesponserten Visa können berechtigte Familienmitglieder in den Antrag aufgenommen werden.

Dazu kann deine Ehefrau oder anerkannte De-facto-Partnerin gehören. Eine Freundin gilt allerdings nicht allein aufgrund der Beziehung automatisch als Familienmitglied im Sinne des Visums. Die Partnerschaft muss die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen und nachgewiesen werden können. [3]

Familienmitglieder können je nach Situation gemeinsam mit dir beantragt werden oder später einen eigenen Antrag als sogenannter Subsequent Entrant stellen. [4]

Wer zunächst allein über das Working-Holiday-Visum startet und später merkt, dass Australien langfristig passt, kann die weitere Planung deshalb anschließend gemeinsam mit seiner Partnerin angehen.

Was ist die realistische Reihenfolge?

Für viele deutsche Handwerker und Techniker ist die sinnvollste Reihenfolge:

Zuerst reist du über das Working-Holiday-Visum ein, schaffst die notwendigen Voraussetzungen vor Ort und sammelst australische Berufserfahrung. Anschließend kannst du dich bei deinem Arbeitgeber beweisen und herausfinden, ob das Leben und Arbeiten in Australien langfristig zu dir passt.

Wenn beide Seiten langfristig zusammenarbeiten möchten, kann danach über eine Sponsorship oder einen anderen passenden Visumweg gesprochen werden.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten, langfristig in Australien zu bleiben. Welcher Weg tatsächlich infrage kommt, hängt unter anderem von deinem Beruf, deinem Alter, deiner Berufserfahrung, deinem Arbeitgeber und deiner persönlichen Situation ab.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine individuelle Migrations- oder Rechtsberatung dar. Visabestimmungen können sich ändern.

Quellen

Stand: Juli 2026

[1] Australian Department of Home Affairs: Skills in Demand Visa, Subclass 482

[2] Australian Department of Home Affairs: Employer Nomination Scheme Visa, Subclass 186

[3] Australian Department of Home Affairs: Including Family Members in a Visa Application

[4] Australian Department of Home Affairs: Subclass 482 Subsequent Entrant

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