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Wissen

FIFO Australien: Alle Antworten für Handwerker und Techniker

Diese Seite sammelt die häufigsten Fragen aus echten Info-Calls mit Handwerkern und Technikern, die den Schritt ins australische Mining überlegen. Jede Antwort stammt aus sieben Jahren in Australien, fünf davon im Mining.

Zahlen wie Visumgebühren und Gehaltsspannen ändern sich. Zuletzt geändert am .

Visum

Kann ich langfristig in Australien bleiben?

Ja. Für ausgebildete Handwerker und Techniker gibt es mehrere Möglichkeiten, auch nach dem Working-Holiday-Visum langfristig in Australien zu bleiben.

Ein häufiger Weg ist eine Sponsorship durch einen australischen Arbeitgeber. Dabei nominiert dein Arbeitgeber dich für ein arbeitgebergesponsertes Visum, beispielsweise das Skills in Demand Visa der Subclass 482. Damit kannst du je nach Visum und persönlicher Situation bis zu vier Jahre in Australien leben und für deinen Sponsor arbeiten. [1]

Wenn du dich im Unternehmen bewährst und langfristig gebraucht wirst, kann danach ein weiteres Arbeitgebervisum oder unter bestimmten Voraussetzungen sogar eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung infrage kommen. Ein möglicher permanenter Weg ist das Employer Nomination Scheme Visa der Subclass 186. [2]

Eine Sponsorship ist allerdings nicht automatisch garantiert. Sowohl dein Arbeitgeber als auch die Position und du als Bewerber müssen die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen.

Viele Mining-Unternehmen sind grundsätzlich offen dafür, gute Leute langfristig zu halten. Ein Beispiel aus unserem Umfeld: Ein Nutzfahrzeugmechatroniker, der im Dezember in Australien gestartet ist, bekam die Sponsorship direkt von seinem Arbeitgeber angeboten. Das Unternehmen war mit seiner Arbeit zufrieden und hatte gleichzeitig einen stark gefüllten Auftragskalender.

Kann ich meine Partnerin mit nach Australien nehmen?

Bei vielen arbeitgebergesponserten Visa können berechtigte Familienmitglieder in den Antrag aufgenommen werden.

Dazu kann deine Ehefrau oder anerkannte De-facto-Partnerin gehören. Eine Freundin gilt allerdings nicht allein aufgrund der Beziehung automatisch als Familienmitglied im Sinne des Visums. Die Partnerschaft muss die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen und nachgewiesen werden können. [3]

Familienmitglieder können je nach Situation gemeinsam mit dir beantragt werden oder später einen eigenen Antrag als sogenannter Subsequent Entrant stellen. [4]

Wer zunächst allein über das Working-Holiday-Visum startet und später merkt, dass Australien langfristig passt, kann die weitere Planung deshalb anschließend gemeinsam mit seiner Partnerin angehen.

Was ist die realistische Reihenfolge?

Für viele deutsche Handwerker und Techniker ist die sinnvollste Reihenfolge:

Zuerst reist du über das Working-Holiday-Visum ein, schaffst die notwendigen Voraussetzungen vor Ort und sammelst australische Berufserfahrung. Anschließend kannst du dich bei deinem Arbeitgeber beweisen und herausfinden, ob das Leben und Arbeiten in Australien langfristig zu dir passt.

Wenn beide Seiten langfristig zusammenarbeiten möchten, kann danach über eine Sponsorship oder einen anderen passenden Visumweg gesprochen werden.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten, langfristig in Australien zu bleiben. Welcher Weg tatsächlich infrage kommt, hängt unter anderem von deinem Beruf, deinem Alter, deiner Berufserfahrung, deinem Arbeitgeber und deiner persönlichen Situation ab.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine individuelle Migrations- oder Rechtsberatung dar. Visabestimmungen können sich ändern.

Quellen

Stand: Juli 2026

[1] Australian Department of Home Affairs: Skills in Demand Visa, Subclass 482

[2] Australian Department of Home Affairs: Employer Nomination Scheme Visa, Subclass 186

[3] Australian Department of Home Affairs: Including Family Members in a Visa Application

[4] Australian Department of Home Affairs: Subclass 482 Subsequent Entrant

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Bis zu welchem Alter kann ich das Working Holiday Visum für Australien beantragen?

Du kannst das Working Holiday Visum für Australien bis einschließlich 35 Jahre beantragen. Die Altersgrenze wurde erst kürzlich von 30 auf 35 angehoben.

Wichtig für deine Planung: Es zählt der Zeitpunkt der Beantragung. Nach der Bewilligung hast du noch ein Jahr Zeit, um einzureisen. Das heißt, selbst wenn du kurz vor deinem 36. Geburtstag stehst, kannst du das Visum noch beantragen, solange du es vor dem Geburtstag einreichst. Mit 36 fällst du raus.

Es gibt darüber hinaus ein komplexeres Visum für Ältere. Das wird aber teuer und viel zu komplex, wenn du bis dahin noch nie im Land warst. Realistisch gilt: bis 34 oder 35 allerspätestens starten.

Da die Grenze gerade erst angehoben wurde, ist in den nächsten Jahren nicht mit einer weiteren Erhöhung zu rechnen. Wenn du in den Dreißigern bist und Australien ernsthaft in Betracht ziehst, ist das Zeitfenster jetzt offen.

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Gehalt und Geld

Was verdient ein Dumperfahrer mit FIFO im australischen Mining?

Als Dumperfahrer liegst du im australischen Mining bei etwa 5.000 bis 7.000 Euro netto im Monat. Baumaschinenführer verdienen insgesamt etwas weniger als Metallberufe wie Konstruktionsmechaniker, es kommt aber stark darauf an, was genau du bedienen kannst.

Der Dumper, also der große Kipplaster, ist eine Einstiegsrolle. Dafür ist es auch die leichtere Arbeit: Du sitzt in der Klimaanlage und fährst zehn bis zwölf Stunden. Hoch angesehen bist du in Australien als Raupenfahrer oder als guter Baggerfahrer, gerade mit größeren Geräten. Wer breite Erfahrung mit Radlader, Bagger, Raupe und Walze mitbringt, etwa auf Marken wie Cat, Liebherr, Komatsu oder Volvo, ist gut aufgestellt. Kettenerfahrung ist immer hilfreich.

Zum Vergleich: Ein Konstruktionsmechaniker liegt auf demselben Roster bei 7.000 bis 9.000 Euro netto. Trotzdem gilt auch für Dumperfahrer: Verglichen mit deutschen Gehältern ist das kein schlechtes Geld, und die Sparrate bleibt hoch, weil während der Arbeitswochen die Ausgaben gestellt werden.

Wichtig für Baumaschinenführer: Für jede Maschine brauchst du in Australien eine eigene Lizenz, die du vor Ort neu machst.

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Was verdient ein Industriemechaniker mit FIFO im australischen Mining?

Als qualifizierter Industriemechaniker kannst du mit der richtigen Vorbereitung deine deutsche Ausbildung in eine australische Qualifikation übertragen lassen und anschließend im australischen Mining als Mechanical Fitter beziehungsweise Fitter arbeiten. [1]

Bei einem 2:1-Roster, also zwei Wochen arbeiten und eine Woche frei, verdienst du mit FIFO in diesen Positionen aktuell häufig etwa 7.000 bis 10.000 Euro netto im Monat. Wie viel davon tatsächlich auf deinem Konto landet, hängt unter anderem von deiner genauen Position, dem Stundenlohn, den geleisteten Schichten, möglichen Zulagen, deinem Steuerstatus und dem aktuellen Wechselkurs ab. [2][3][4]

Davon lässt sich ein großer Teil zurücklegen. Nach unserer Erfahrung ist eine monatliche Sparrate von 4.000 bis 5.000 Euro konservativ angesetzt. Auf ein Jahr gerechnet sind das etwa 48.000 bis 60.000 Euro.

Wer auf eine Eigentumswohnung oder ein Haus in Deutschland spart, kann sich dadurch wesentlich schneller Eigenkapital aufbauen. Bei einer Sparrate von 4.000 bis 5.000 Euro im Monat sind innerhalb von drei Jahren rund 144.000 bis 180.000 Euro möglich.

Eine ehrliche Einschränkung: Ein temporäres Einkommen aus Australien wird von deutschen Banken nicht unbedingt so unkompliziert angerechnet wie ein dauerhaftes Einkommen in Deutschland. Banken prüfen unter anderem die Stabilität und Nachweisbarkeit des Einkommens. Der zuverlässigere Hebel für eine spätere Immobilienfinanzierung ist deshalb das angesparte Eigenkapital. [5]

Auch verwandte Berufsgruppen können für diesen Weg infrage kommen. Dazu gehören beispielsweise Feinwerkmechaniker, die bereits als Industriemechaniker gearbeitet haben, sowie Zerspanungsmechaniker mit praktischer Erfahrung in Instandhaltung und Wartung.

Mit der richtigen Vorbereitung und einer passenden Anerkennung ihrer Berufserfahrung, in Australien Recognition of Prior Learning oder kurz RPL genannt, können sie häufig ebenfalls als Fitter arbeiten. Entscheidend ist dabei nicht nur die deutsche Berufsbezeichnung, sondern welche praktischen Tätigkeiten und Kompetenzen tatsächlich nachgewiesen werden können.

Die Vorbereitung auf den Einstieg ist ein sechs- bis zwölfwöchiger Prozess, der bereits in Deutschland beginnt. Dabei geht es unter anderem darum, deinen beruflichen Hintergrund richtig einzuordnen, die Anerkennung deiner Ausbildung vorzubereiten und deinen Start in Australien zu planen.

Den vollständigen Ablauf bekommst du im kostenlosen Fahrplan.

Quellen und Berechnungsgrundlage

Stand: Juli 2026

[1] Australian Government, National Training Register: Certificate III in Engineering, Mechanical Trade, MEM30219

[2] SEEK: Aktuelle FIFO-Stellen und Stundenlöhne für Mechanical Fitters

[3] Australian Taxation Office: Steuersätze für Working Holiday Maker

[4] Europäische Zentralbank: Referenzwechselkurs zwischen Euro und australischem Dollar

[5] ING: Voraussetzungen einer Baufinanzierung und stabiles monatliches Einkommen

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Was verdient ein Konstruktionsmechaniker mit FIFO im australischen Mining?

Bei einem 2:1-Roster, also zwei Wochen arbeiten und eine Woche frei, verdienst du in diesen Positionen aktuell häufig etwa 7.000 bis 9.000 Euro netto im Monat. Während deiner zwei Arbeitswochen arbeitest du normalerweise zwölf Stunden am Tag. Danach hast du eine Woche komplett frei.

Wichtig ist dabei, dass du die Voraussetzungen für die Arbeit in Australien erfüllst.

Als qualifizierter Konstruktionsmechaniker oder Metallbauer kannst du mit der richtigen Vorbereitung deine deutsche Ausbildung in eine australische Qualifikation übertragen lassen. Dafür wird deine bisherige Ausbildung und Berufserfahrung geprüft.

Die passende australische Qualifikation ist häufig das Certificate III in Engineering, Fabrication Trade oder Boilermaker/Welder. Anschließend kannst du im australischen Mining je nach Erfahrung als Boilermaker, Fabricator oder Boilermaker/Welder arbeiten. [1]

Wie viel tatsächlich auf deinem Konto landet, hängt unter anderem von deinem Stundenlohn, den geleisteten Tag- und Nachtschichten, möglichen Zulagen, deinem Steuerstatus und dem aktuellen Wechselkurs ab. [2][3][4]

Bis zu 10.000 Euro netto mit Shutdowns und Projektarbeit

Noch höhere Gehälter sind bei Shutdowns oder längeren Projekt-Einsätzen möglich. Das entspricht ungefähr dem, was du aus Deutschland als Montage kennst: Du arbeitest mehrere Wochen am Stück auf einem Projekt und wirst für die langen Schichten entsprechend bezahlt.

In starken Monaten sind dadurch Auszahlungen von mehr als 10.000 Euro netto möglich. Dafür arbeitest du allerdings deutlich mehr zusammenhängende Schichten und hast nicht den gleichmäßigen Rhythmus eines festen 2:1-Rosters. [2][3][4]

Konstruktionsmechaniker werden im Mining vor allem für Schweiß-, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten gebraucht. Besonders wertvoll ist Erfahrung mit:

  • Reparaturen und Umbauten an Metallkonstruktionen
  • Schweißen und thermischem Trennen
  • Instandhaltung von Anlagen oder mobilen Maschinen
  • Montage und Demontage von Bauteilen
  • Arbeiten nach technischen Zeichnungen

Entscheidend ist nicht nur deine deutsche Berufsbezeichnung, sondern welche Tätigkeiten und Kompetenzen du praktisch nachweisen kannst.

Vergleich: Was verdient ein Dumperfahrer?

Zum Vergleich: Ein Dumperfahrer, also der Fahrer der großen Kipplaster im Tagebau, verdient aktuell häufig etwa 5.000 bis 7.000 Euro netto im Monat.

Das ist im Vergleich zu Deutschland immer noch ein starkes Einkommen, liegt aber meist unter dem Gehalt eines qualifizierten Boilermakers. Dafür ist die Arbeit körperlich häufig weniger belastend, weil ein großer Teil der Schicht im klimatisierten Führerhaus stattfindet. [5]

Wie viel kann ich als Konstruktionsmechaniker sparen?

Während deiner Arbeitswochen werden Unterkunft und Verpflegung auf der Mine in der Regel vom Arbeitgeber gestellt. Dadurch hast du während deines Swings nur geringe laufende Ausgaben.

Nach unserer Erfahrung ist es deshalb realistisch, als Konstruktionsmechaniker im australischen Mining 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr zurückzulegen.

Wie hoch deine persönliche Sparrate ausfällt, hängt natürlich davon ab, wie du deine freien Wochen verbringst. Wer teuer wohnt, häufig reist oder jedes freie Wochenende feiern geht, gibt entsprechend mehr aus.

Wer dagegen mit einem klaren finanziellen Ziel nach Australien kommt, kann sich innerhalb weniger Jahre ein Eigenkapital aufbauen, für das er in Deutschland deutlich länger arbeiten müsste.

Wie komme ich als Konstruktionsmechaniker ins australische Mining?

Du kannst nicht einfach mit deinem deutschen Gesellenbrief nach Australien fliegen und direkt als Boilermaker anfangen.

Die Vorbereitung beginnt bereits bis zu sechs Monate vor deiner Einreise. Dazu gehören unter anderem die Prüfung deiner bisherigen Berufserfahrung, die Vorbereitung deiner australischen Bewerbungsunterlagen und die Planung der notwendigen Lizenzen und Unterweisungen vor Ort.

Mit dem richtigen Plan kannst du deine deutsche Erfahrung für den australischen Arbeitsmarkt nutzbar machen und dich gezielt auf die passenden FIFO-Stellen bewerben.

Den vollständigen Ablauf bekommst du im kostenlosen Fahrplan.

Quellen und Berechnungsgrundlage

Stand: Juli 2026

[1] Australian Government, National Training Register: Certificate III in Engineering, Fabrication Trade, MEM31925

[2] SEEK: Aktuelle FIFO-Stellen und Stundenlöhne für Boilermaker in Western Australia

[3] Australian Taxation Office: Steuersätze für Working Holiday Maker

[4] Europäische Zentralbank: Referenzwechselkurs zwischen Euro und australischem Dollar

[5] SEEK: Aktuelle Stellen und Stundenlöhne für Dump Truck Operator

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Was verdient man wirklich mit FIFO im australischen Mining?

Ja, die Gehaltsnachweise, die du online siehst, sind realistisch. Facharbeiter mit dem richtigen Gesellenbrief und passender Erfahrung liegen im australischen Mining bei 7.000 bis 10.000 Euro netto im Monat, je nachdem, ob du auf Montage arbeitest oder projektbasiert.

Auf Montage kannst du mehrere Wochen am Stück arbeiten und landest am oberen Ende. Projektbasiert läuft es über einen Roster, also ein festes Schichtmodell: zwei Wochen arbeiten, eine Woche frei ist das Gängigste, es gibt auch even time, also 7:7 (7 Tage Arbeit, 7 Tage frei). In der freien Woche verdienst du auf einem Casual-Vertrag nichts, dafür ist der Stundenlohn dort höher.

Ein Casual-Vertrag bedeutet, du wirst nur für tatsächlich geleistete Stunden bezahlt und erhältst normalerweise keinen bezahlten Jahresurlaub und keine bezahlten Krankheitstage. Dafür enthält dein Stundenlohn in der Regel ein Casual Loading.

Bei einer Vollzeit- oder Teilzeitanstellung sammelst du dagegen bezahlten Jahresurlaub sowie bezahlte Personal- und Krankheitstage an. Darauf lassen sich Arbeitgeber am Anfang aber selten direkt ein, weil sie erst sehen wollen, wie du arbeitest.

Der eigentliche Hebel ist die Sparrate: Während der Arbeitswochen werden Unterkunft und Verpflegung gestellt.

So legen viele 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr beiseite.

Zum Vergleich: In Deutschland verdienen dieselben Facharbeiter 2.500 bis 3.500 Euro netto und legen davon wenig zurück.

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Was verdient ein Nutzfahrzeugmechatroniker oder Baumaschinenmechatroniker im australischen Mining?

Als Nutzfahrzeugmechatroniker oder Baumaschinenmechatroniker verdienst du im australischen Mining je nach Erfahrung und Projekt 70 bis 90 AUD pro Stunde.

Auf einem zwei und eins Roster, also zwei Wochen Arbeit in Zwölf-Stunden-Tagen und dann eine Woche frei, kommst du damit auf rund 7.500 bis 9.000 Euro netto im Monat.

Im Außendienst (Field Service) geht noch mehr: 8.000 bis 10.000 Euro netto im Monat sind drin, wenn du gut bist in dem, was du tust. Gerade wer für die großen Namen wie CAT oder John Deere gearbeitet hat, ist hier gut aufgestellt.

Bei den Trucks im Mining schraubst du an Marken wie Mack, Kenworth, Isuzu, Hino und Volvo. Es gibt viele offene Stellen für Nutzfahrzeugmechatroniker, zum Zeitpunkt dieses Posts ca. 1.200. Die meisten davon besetzen leider keine Deutschen, weil ihnen die "full working rights" fehlen oder sie nicht wissen, wie sie sich richtig positionieren.

Von diesen Beträgen lassen sich 5.000 bis 6.000 Euro im Monat beiseitepacken, wenn du sparsam lebst, weil während der Arbeitswochen Unterkunft und Verpflegung gestellt werden.

Zum Vergleich: In Deutschland liegen Nutzfahrzeugmechatroniker oft bei 2.000 bis 2.800 Euro netto.

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Wie viel Geld brauche ich als Rücklage für den Start in Australien?

Für einen verantwortungsvoll geplanten Start in Australien solltest du mindestens 10.000 Euro Rücklage einplanen. Mit 12.000 Euro bist du deutlich entspannter unterwegs und kannst kleinere Verzögerungen auffangen, ohne sofort unter finanziellen Druck zu geraten.

Von Empfehlungen, mit nur 6.000 Euro nach Australien zu fliegen, halten wir nichts.

6.000 Euro können reichen, wenn wirklich alles perfekt läuft: Du findest einen günstigen Flug und eine günstige Unterkunft, benötigst keine zusätzlichen Lizenzen, willst nur in einer Anfängerrolle starten, bekommst sofort Interviews und kannst innerhalb kürzester Zeit anfangen zu arbeiten.

Genau darauf solltest du deine gesamte Auswanderung aber nicht aufbauen.

Warum 6.000 Euro zu riskant sind

Schon vor deinem ersten Gehalt fallen mehrere Kosten gleichzeitig an:

  • Visum und Flug
  • Unterkunft und Kaution
  • Transport oder Mietwagen
  • australische Lizenzen und Sicherheitstrainings
  • Medical und weitere Arbeitgeberanforderungen
  • bei technischen Berufen eigenes Basiswerkzeug und mehr Dokumente
  • Lebensmittel, Mobilfunk und sonstige Lebenshaltungskosten

Dazu kommt: Selbst wenn du schnell einen Arbeitsvertrag bekommst, landet das erste Gehalt nicht am nächsten Tag auf deinem Konto. Zwischen Bewerbung, Interview, Medical, Registrierung, Mobilisierung und erster Auszahlung können mehrere Wochen liegen.

Mit nur 6.000 Euro bist du deshalb von Anfang an unter Druck. Jede Verzögerung wird zum Problem. Im schlimmsten Fall musst du den Start abbrechen, einen ungeeigneten Job annehmen oder nach Deutschland zurückfliegen, obwohl du fachlich gute Chancen gehabt hättest.

Unsere Empfehlung

Für Industriemechaniker, Metallbauer, Nutzfahrzeugmechatroniker und andere technische Berufe empfehlen wir eine Rücklage von 10.000 bis 12.000 Euro.

Für Baumaschinenführer gilt eine ähnliche Größenordnung. Auch hier solltest du mit mindestens 10.000 Euro planen.

Du wirst diese Summe in der Regel nicht vollständig ausgeben. Sie ist kein Reisebudget, das aufgebraucht werden soll, sondern dein Sicherheitsnetz für die Zeit zwischen deiner Landung und dem ersten Gehalt.

Natürlich kannst du auch mit mehr als 12.000 Euro starten. Entscheidend ist nur: Warte nicht unnötig jahrelang, um eine beliebig hohe Summe anzusparen. Sobald du die empfohlene Rücklage und einen realistischen Plan hast, bist du solide aufgestellt.

Wie schnell verdiene ich die Rücklage wieder zurück?

Wer im australischen Mining arbeitet, kann je nach Einkommen und Lebensstil mehrere Tausend Euro pro Monat zurücklegen. Eine Startrücklage von 10.000 bis 12.000 Euro lässt sich deshalb häufig innerhalb von zwei Arbeitsmonaten wieder aufbauen.

Der Unterschied ist: Du gehst nicht mit deinem letzten Geld nach Australien, sondern kannst dich auf die Jobsuche und deinen Einstieg konzentrieren, ohne dass jede zusätzliche Woche deine gesamte Planung gefährdet.

Die klare Empfehlung lautet deshalb: Flieg nicht mit 6.000 Euro los. Plane mindestens 10.000 Euro ein, besser 12.000 Euro.

Den vollständigen Ablauf bekommst du im kostenlosen Australien-Fahrplan.

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Vorbereitung in Deutschland

Werden meine deutschen Scheine und Lizenzen in Australien anerkannt?

Nein. Deutsche Scheine und Lizenzen werden in Australien nicht direkt anerkannt. Selbst ein internationaler Schweißerschein ist hier nicht gültig.

Australien hat eigene Sicherheitsstandards. Deshalb absolvierst du die benötigten Lizenzen und Unterweisungen in den ersten Wochen vor Ort neu, oder musst deine Ausbildung über einen formalen Prozess zu einer australischen Ausbildung übertragen lassen.

Das Prinzip kennst du aus Deutschland: So wie es hier einen Staplerschein gibt, brauchst du in Australien entsprechende Lizenzen für bestimmte Tätigkeiten und Maschinen. Als Baumaschinenführer benötigst du beispielsweise für jede Maschine eine eigene Lizenz.

Welche Lizenzen du brauchst, hängt von deinem Beruf und deiner Zielposition ab. Ohne die entsprechenden Nachweise bist du für australische Arbeitgeber noch nicht jobbereit und wirst für viele Stellen gar nicht erst in Erwägung gezogen.

Genau deshalb lässt sich der erste Arbeitsvertrag nicht schon von Deutschland aus organisieren. Die notwendigen Unterweisungen und Lizenzen kannst du erst vor Ort absolvieren.

Deine deutsche Erfahrung zählt trotzdem. Deine Berufserfahrung, Arbeitszeugnisse und beruflichen Nachweise sind die Grundlage, mit der du dich bei australischen Arbeitgebern positionierst. Nur die formalen Scheine und Lizenzen musst du vor Ort neu machen.

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Muss ich als Mechaniker in Australien eigenes Werkzeug haben?

Ja, in Australien ist es bei den meisten Firmen normal, dass du als Mechaniker dein eigenes Basiswerkzeug mitbringst, sogenannte "tools of the trade".

Großes Werkzeug, etwa Ein-Zoll-Aufsätze und Ähnliches, musst du nicht selbst stellen, das kommt meistens vom Arbeitgeber oder Tool Store (Werkzeugverleih) auf der Mine.

Das läuft anders als in Deutschland, wo dir beim Arbeitsantritt meist eine komplett bestückte Kiste hingestellt wird. Manche Firmen stellen dir auch das Werkzeug, gerade wenn du auf Montage arbeitest, das ist aber nicht immer so.

Plane die Anschaffung deshalb in deine Startkosten ein. Sie ist einer der Gründe, warum die empfohlene Rücklage für Nutzfahrzeugmechatroniker und andere technische Berufe bei 10.000 bis 12.000 Euro liegt, zusammen mit Flug, Visum, Lizenzen und Lebenshaltungskosten für die ersten Wochen.

Die Rechnung dahinter: Ein paar tausend Euro in Werkzeug zu stecken lohnt sich, wenn am Ende das Dreifache des deutschen Gehalts bei rumkommt. Ich würde das Werkzeug allerdings erst kaufen, sobald der erste Arbeitsvertrag steht.

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Jobsuche und Bewerbung

Nehmen australische Firmen überhaupt Leute mit Working Holiday Visum?

Nach unserer Erfahrung schließt ein großer Teil der Mining-Arbeitgeber Bewerber mit Working-Holiday-Visum aus. In Stellenanzeigen erkennst du das häufig an Formulierungen wie "full Australian working rights required".

Der Rest stellt sehr wohl Working Holiday Maker ein, also Leute mit dem befristeten Arbeitsvisum. Wenn du auf australischen Jobportalen wie Seek stöberst und dort liest, dass nur australische Einwohner infrage kommen, ist das also kein Widerspruch: Für den Großteil der Anzeigen stimmt es.

Was das in Zahlen bedeutet: Stand Juli 2026 gibt es allein für Nutzfahrzeugmechatroniker über 1.000 offene Stellen im Mining-Bereich.

Rechnet man grob damit, dass neun von zehn davon wegfallen, bleiben rund 100 Stellen übrig, und auf genau diese bewerben sich trotzdem auch Australier und andere qualifizierte Bewerber gleichzeitig.

Wer da mit einem deutschen Lebenslauf und ohne Positionierung ankommt, ist einer von hunderten Kandidaten.

Genau dafür bieten wir die Begleitung auf dem gesamten Weg nach Australien. Du bekommst die Bewerbungsstrategie für die Arbeitgeber, die offen für deinen Background sind, Unterlagen, die auf den australischen Markt angepasst sind, und eine Positionierung, mit der du in die engere Auswahl kommst statt auf den Stapel von generischen Bewerbungen.

Hol dir hier als ersten Schritt den Fahrplan.

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Kann ich mich schon von Deutschland aus auf Mining-Jobs bewerben?

Den Arbeitsvertrag schon von Deutschland aus zu organisieren, ist leider nicht möglich.

Bevor australische Mining-Arbeitgeber dich überhaupt in Erwägung ziehen, brauchst du bestimmte Unterweisungen und Lizenzen (White Card, Working at heights, Confined spaces etc.), die du erst in Australien absolvieren kannst.

Mit dem richtigen Plan kannst du die wichtigsten Voraussetzungen innerhalb deiner ersten Woche in Australien schaffen.

Sobald du deine Lizenzen hast und jobbereit bist, solltest du direkt mit den Bewerbungen beginnen. Es kann mehrere Wochen dauern, bis die ersten Rückmeldungen kommen. Mit den falschen Bewerbungsunterlagen kommt teilweise sogar monatelang nichts.

Deshalb empfehlen wir außerdem eine Rücklage von 10.000 bis 12.000 Euro. Sie überbrückt die Zeit zwischen deiner Landung und deinem ersten Gehalt.

Niemand sammelt dich am Flughafen ein und sagt: „Super, dass du da bist, steig direkt bei uns ein." Du brauchst die richtigen Voraussetzungen, starke Bewerbungsunterlagen und einen klaren Plan für die ersten Wochen vor Ort.

Um typische Fehler und unnötige Verzögerungen zu vermeiden, begleitet FIFOJobs.de dich auf dem gesamten Weg. Wir bereiten deinen Start mit dir vor, setzen deine australischen Bewerbungsunterlagen auf, zeigen dir, welche Voraussetzungen du für deinen Zieljob erfüllen musst und unterstützen dich von Deutschland bis zu deiner ersten Schicht.

Los geht's hier mit dem kostenlosen Fahrplan.

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Wie lange laufen die Arbeitsverträge im Mining und wie sicher sind die Jobs?

Projektbasierte Arbeitsverträge im australischen Mining laufen bei den von uns begleiteten Handwerkern und Technikern häufig sechs bis zwölf Monate. Manche Projekte sind bereits nach einigen Monaten abgeschlossen, andere laufen ein bis zwei Jahre oder länger. [2]

Daneben gibt es auch dauerhafte Anstellungen ohne festgelegtes Enddatum. Welche Vertragsform du bekommst, hängt unter anderem vom Arbeitgeber, deinem Beruf, der Mine und dem jeweiligen Projekt ab.

Welche Vertragsformen gibt es im Mining?

In einer festen Werkstatt, bei einem großen Mining-Unternehmen oder in einer langfristigen Instandhaltungsrolle kannst du dauerhaft angestellt werden.

Bei Shutdowns, Montageeinsätzen und projektbezogener Instandhaltung arbeitest du dagegen häufig über einen Labour-Hire- oder Contracting-Arbeitgeber. Dabei wirst du für ein bestimmtes Projekt oder einen festgelegten Zeitraum eingesetzt.

Wenn ein Projekt endet, kann dich der Arbeitgeber anschließend auf die nächste Site oder zum nächsten Auftrag schicken. Gerade Labour-Hire-Unternehmen haben großes Interesse daran, zuverlässige Leute möglichst durchgehend einzusetzen.

Wie sicher ist ein Job im australischen Mining?

Der einzelne Arbeitsvertrag ist nicht automatisch sicherer als ein Vertrag in Deutschland. Projekte können enden, Aufträge können verschoben werden und Mitarbeiter können ausgetauscht werden, wenn sie ihre Leistung nicht bringen.

Die langfristige Sicherheit entsteht im Mining deshalb weniger durch einen einzigen Vertrag, sondern durch deine Beschäftigungsfähigkeit innerhalb der Industrie.

Wenn du einmal australische Berufserfahrung gesammelt hast, deine Arbeit zuverlässig erledigst und dir ein gutes Netzwerk aufbaust, wird es deutlich leichter, weitere Aufträge zu bekommen.

Viele Stellen werden über frühere Kollegen, Supervisor und Recruiter vermittelt. Wer pünktlich ist, sicher arbeitet und fachlich abliefert, wird häufig für das nächste Projekt empfohlen oder erneut angefragt.

Selbst wenn dein erster Vertrag nach sechs Monaten endet, bedeutet das deshalb nicht automatisch, dass du wieder bei null anfängst. Mit einer guten Referenz und australischer Erfahrung hast du für den nächsten Arbeitgeber eine wesentlich stärkere Ausgangsposition.

Kann aus einem zeitlich begrenzten Job eine langfristige Stelle werden?

Ja. Gute Leute werden von Arbeitgebern häufig länger beschäftigt, auf weitere Projekte übernommen oder für eine dauerhafte Position eingeplant.

Ein Beispiel aus unserem Umfeld: Ein Nutzfahrzeugmechatroniker, der im Dezember in Australien gestartet ist, bekam bereits von seinem ersten Arbeitgeber eine Sponsorship angeboten. Das Unternehmen war mit seiner Arbeit zufrieden und wollte ihn deshalb langfristig halten.

Über ein arbeitgebergesponsertes Skills in Demand Visa der Subclass 482 kann ein Aufenthalt von bis zu vier Jahren möglich sein. Sowohl der Arbeitgeber als auch die Stelle und der Arbeitnehmer müssen dafür jedoch die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. [1]

Wie der Weg zu einer Sponsorship im Einzelnen aussieht, steht in der Frage, ob du langfristig in Australien bleiben kannst.

Wie realistisch ist der Einstieg aktuell?

Eine Garantie auf einen Arbeitsvertrag oder einen Folgeauftrag gibt es nicht. Nach unserer aktuellen Erfahrung ist der Einstieg in letzter Zeit viel stärker umkämpft. [3]

Mit einem passenden beruflichen Hintergrund, beispielsweise als Industriemechaniker, Konstruktionsmechaniker, Nutzfahrzeugmechatroniker oder erfahrener Baumaschinenführer, bestehen weiterhin gute Möglichkeiten.

Entscheidend sind die richtige australische Qualifikation, die benötigten Lizenzen, starke Bewerbungsunterlagen und eine Positionierung, mit der der Arbeitgeber deine Berufserfahrung sofort einordnen kann.

Die ehrliche Antwort lautet deshalb: Ein einzelner Mining-Vertrag kann nach sechs oder zwölf Monaten enden. Wer sich einmal in der Industrie bewährt hat, findet jedoch in der Regel wesentlich leichter weitere Arbeit.

Den vollständigen Ablauf für deinen Einstieg bekommst du im kostenlosen Fahrplan.

Quellen

Stand: Juli 2026

[1] Australian Department of Home Affairs: Skills in Demand Visa, Subclass 482

[2] Fair Work Ombudsman: Fixed-term contract employees

[3] Jobs and Skills Australia: Mining Industry Profile

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Wie schnell finde ich einen Job im australischen Mining?

Ausgebildete Handwerker und Techniker, die mit unserer 1:1-Begleitung im FIFO Sprint starten und sich an den Fahrplan halten, brauchen aktuell meist etwa vier bis fünf Wochen von der Landung bis zum ersten Einsatz.

Unsere Kunden aus Berufen wie Industriemechaniker, Metallbauer und Nutzfahrzeugmechatroniker bekommen in der Regel nach zwei bis drei Wochen die ersten Interviews.

Danach dauert es ungefähr eine Woche bis zur Registrierung und Freigabe durch den Arbeitgeber. In dieser Phase absolvierst du in der Regel auch das Medical, also die arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchung. Eine weitere Woche später beginnt häufig der erste Einsatz.

Teilweise geht es schneller: Ein Industriemechaniker von Bosch hatte über unser Programm bereits nach zwei Wochen seinen ersten Arbeitsvertrag und war nach drei Wochen im Einsatz.

Auf eigene Faust kann die Jobsuche deutlich länger dauern. Ohne die richtigen Lizenzen in der richtigen Reihenfolge, ohne Bewerbungsunterlagen im australischen Format und ohne zu wissen, welche Arbeitgeber Working Holiday Maker einstellen, verbrennst du schnell mehrere Wochen mit Bewerbungen bei den falschen Firmen.

Jede zusätzliche Woche ohne Job kostet Rücklagen, denn Miete, Verpflegung und Transport laufen ab dem ersten Tag weiter.

Gut zu wissen: Eine Einladung zum Interview ist im australischen Mining bereits ein starkes Signal. Wenn ein Arbeitgeber sich die Zeit für ein Gespräch nimmt, besteht in der Regel ernsthaftes Interesse.

Bei unseren Kunden braucht es im Durchschnitt drei bis vier Interviews bis zum ersten Arbeitsvertrag. Den entscheidenden Teil musst du trotzdem selbst leisten: zu Interviews erscheinen, telefonisch erreichbar sein und das Medical bestehen. Das kann dir niemand abnehmen, auch wir nicht.

Im FIFO Sprint begleitet dich Nico persönlich 1:1 von der Vorbereitung in Deutschland bis zu deinem ersten Einsatz in Australien.

Hol dir hier den kostenlosen Fahrplan für deinen Einstieg ins australische Mining.

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Leben und Arbeiten vor Ort

Wo in Australien finden die meisten FIFO Jobs statt?

Die meisten FIFO Jobs in Australien befinden sich in Westaustralien und Queensland. Für deutsche Bewerber, die als Mechanical Fitter, Boilermaker, Heavy Diesel Mechanic oder Baumaschinenführer ins FIFO-Mining einsteigen möchten, ist Westaustralien jedoch häufig der wichtigste Ausgangspunkt. [1][2]

Westaustralien beschäftigte 2025 mehr als 136.000 Menschen direkt auf seinen Minen. Die größten Arbeitgeber sind dort die Eisenerz- und Goldindustrie. Besonders viele Minen befinden sich in abgelegenen Regionen wie der Pilbara und den Goldfields. [2]

Die meisten FIFO-Arbeiter wohnen nicht direkt an der Mine. Sie fliegen von Perth oder einem regionalen Flughafen zur Mine, arbeiten dort beispielsweise zwei Wochen und fliegen anschließend für ihre freie Woche zurück.

Auch Queensland ist ein großer Mining-Standort. Dort konzentrieren sich viele Stellen auf die Kohleindustrie, insbesondere im Bowen Basin und in Zentral-Queensland. Je nach Beruf und Erfahrung können deshalb auch Brisbane, Mackay oder andere Standorte an der Ostküste als Ausgangspunkt infrage kommen. [1]

Wer beim Gedanken an Australien nur Sydney oder Melbourne im Kopf hat, sucht für den FIFO Einstieg am falschen Ort. Die großen Mining-Regionen liegen weit außerhalb der Metropolen und häufig mehrere Flug- oder Fahrstunden von den dicht besiedelten Küstenregionen entfernt.

Ist Westaustralien weiterhin der beste Einstieg?

Für viele deutsche Handwerker und Techniker ist Westaustralien weiterhin der naheliegendste Markt. Dort gibt es eine sehr große Ressourcenindustrie, etablierte FIFO-Strukturen und gute Stellen für technische Berufe.

Eine ehrliche Einordnung zur aktuellen Marktlage: Der Einstieg ist momentan anspruchsvoller als in besonders starken Boomphasen. Es gibt viele Bewerber, und ein deutscher Berufsabschluss allein reicht nicht aus.

Mit einem passenden beruflichen Hintergrund, beispielsweise als Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker, Nutzfahrzeugmechatroniker oder erfahrener Baumaschinenführer, bestehen weiterhin gute Möglichkeiten. Entscheidend ist, dass deine Qualifikation für den australischen Markt richtig übertragen wird, du die notwendigen Lizenzen besitzt und dich gezielt bei Arbeitgebern bewirbst, die dein Profil und deinen Visastatus akzeptieren.

Für die meisten deutschsprachigen Handwerker und Techniker lautet die praktische Antwort deshalb: Der Einstieg ins australische Mining beginnt in Westaustralien, meistens über Perth.

Den vollständigen Ablauf bekommst du im kostenlosen Fahrplan.

Quellen

Stand: Juli 2026

[1] Jobs and Skills Australia: Mining Industry Profile. Nennt Western Australia und Queensland als die Bundesstaaten mit den meisten Mining-Arbeitsplätzen.

[2] Government of Western Australia: Economic Indicators, Mining. 2025 gab es in Westaustralien mehr als 136.000 direkte On-site-FTE-Stellen. Eisenerz und Gold stellten die größten Beschäftigungsbereiche.

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Wie läuft ein Roster im Mining ab?

Ein Roster ist das Schichtmodell im Mining. Das Gängigste ist zwei und eins: Du arbeitest zwei Wochen am Stück in Zwölf-Stunden-Tagen und hast dann eine Woche frei. Im Monat kommst du so auf etwa drei Wochen Arbeit.

Die zwei Wochen am Stück nennt man Swing. Daneben gibt es even time, also 7:7, sieben Tage Arbeit und sieben Tage frei. Dabei verdienst du entsprechend weniger, weil du den halben Monat frei hast.

Wie sieht ein Arbeitstag auf Site aus?

Der Wecker klingelt um 3:30 oder 4:00 Uhr. Die Schicht dauert rund zwölf Stunden, meist von 5:00 oder 6:00 bis 17:00 oder 18:00 Uhr. Dazu gehört eine Mittagspause von 30 bis 60 Minuten. Freie Tage gibt es während des Swings dagegen nicht, du arbeitest die zwei Wochen durch.

Nach Feierabend bleiben dir etwa drei Stunden, ungefähr von 18 bis 21 Uhr. In der Zeit duschst du, isst, wäschst und telefonierst nach Hause.

Wie der Alltag im Camp aussieht, welches Essen es gibt und wie du wohnst, steht ausführlich im Beitrag zum Leben im FIFO-Camp.

Was machst du in der freien Woche?

Deine freie Woche gestaltest du komplett selbst. Manche schließen sich zusammen und holen sich gemeinsam eine Wohnung in der Stadt, um Kosten zu sparen. Andere fliegen in der freien Woche nach Bali.

Der finanzielle Punkt dabei: Während der Arbeitswochen werden Unterkunft und Verpflegung gestellt. Deshalb bleibt von deinem Gehalt ein großer Teil übrig, und viele legen so 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr beiseite. Womit das im Einzelnen zusammenhängt, steht bei den Verdiensten im australischen Mining.

Roster und Vertragsart hängen zusammen

Am Anfang läuft es häufig über einen Casual-Vertrag. Du wirst nur für tatsächlich geleistete Stunden bezahlt und erhältst normalerweise keinen bezahlten Jahresurlaub und keine bezahlten Krankheitstage. Dafür enthält dein Stundenlohn in der Regel ein Casual Loading.

Bei einer Vollzeit- oder Teilzeitanstellung sammelst du dagegen bezahlten Jahresurlaub sowie bezahlte Personal- und Krankheitstage an. Darauf lassen sich Arbeitgeber am Anfang aber selten direkt ein, weil sie erst sehen wollen, wie du arbeitest.

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Wie gefährlich sind Spinnen und Schlangen im australischen Mining wirklich?

Deutlich weniger gefährlich, als viele Deutsche denken. In fünf Jahren eigener Arbeit im australischen Mining habe ich nur sehr selten eine Schlange oder eine gefährliche Spinne auf der Site gesehen.

Die Tiere existieren natürlich und das Risiko ist nicht null. Die Vorstellung, dass du während deiner Schicht ständig Schlangen ausweichen oder morgens erst dein Zimmer nach Spinnen durchsuchen musst, hat mit dem normalen Arbeitsalltag auf einer Mine Site aber wenig zu tun.

Australische Mine Sites arbeiten mit strengen Sicherheits-, Induction- und Notfallprozessen. Gerade weil viele Minen abgelegen liegen, müssen Erste-Hilfe-Ausrüstung, ausgebildete First Aiders und klare Abläufe für medizinische Notfälle vorhanden sein. Je nach Position und Arbeitgeber kann außerdem ein gültiger First-Aid-Kurs für den Job erforderlich sein. [1][2]

Im Kurs lernst du, wie du dich bei Bissen und anderen Ausnahmesituationen verhalten musst. Auf der Site wirst du zusätzlich darin unterwiesen.

Wichtig ist trotzdem: Ein möglicher Schlangenbiss wird in Australien immer als medizinischer Notfall behandelt. Die betroffene Person wird ruhiggestellt, ein Druckverband angelegt und sofort der Notruf verständigt. [3]

Wenn auf einer Site tatsächlich eine Schlange entdeckt wird, hältst du Abstand und meldest sie. Je nach Standort wird sie anschließend von geschultem Personal (Enviro) oder einem Snake Handler entfernt.

Die Angst vor Spinnen und Schlangen ist für die meisten deshalb kein Grund, Australien oder einen Job im Mining grundsätzlich auszuschließen.

Respekt vor der Natur ist richtig. Die Gefahr wird von außen aber häufig viel größer dargestellt, als sie im tatsächlichen Arbeitsalltag ist.

Aus eigener Erfahrung: Hitze, Müdigkeit und schwere Maschinen sind im Mining wesentlich realistischere Risiken als Schlangen und Spinnen.

Quellen

Stand: Juli 2026

[1] WorkSafe Western Australia: First aid in the workplace. Arbeitgeber müssen den Zugang zu Erste-Hilfe-Ausrüstung, Einrichtungen und entsprechend geschulten Ersthelfern sicherstellen.

[2] Safe Work Australia: First aid in remote high-risk workplaces. Für abgelegene Arbeitsplätze wie Minen gelten entsprechend erhöhte Anforderungen an verfügbare Ersthelfer und Erste-Hilfe-Strukturen.

[3] HealthyWA: Snake bites und healthdirect: Snake bites, first aid, treatment and symptoms

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Über FIFOJobs

Was macht FIFOJobs genau? Vermittelt ihr Jobs?

FIFOJobs macht die gesamte Vorbereitung und Begleitung auf dem Weg ins australische Mining, in drei Phasen. Eine klassische Jobvermittlung mit fertigem Arbeitsvertrag aus Deutschland gibt es nicht, weil das in Australien so nicht funktioniert: Arbeitsverträge entstehen erst vor Ort, nach den nötigen Unterweisungen.

Phase 1 ist die Vorbereitung in Deutschland: Visum, alle Dokumente und der Flug, bis du abflugbereit bist. Dafür sind circa vier bis acht Wochen eingeplant, bei komplexeren Fällen bis zu sechs Monate.

Phase 2 ist die Startphase in Australien: Ämter, Papierkram, Unterkunft für die erste Zeit sowie die Lizenzen und Trainings, um jobbereit zu sein. Dafür bekommst du einen Plan, um die erste Woche in der schnellsten Reihenfolge zu bewältigen.

Phase 3 ist die Bewerbungsphase: Bewerbungsunterlagen, die auf den australischen Markt angepasst sind, die Auswahl der Firmen, die mit deinem Background arbeiten, und die Vorbereitung auf die Interviews. Die Begleitung läuft bis Woche 8 vor Ort, dazu kommt eine Gruppe Deutscher aus der Industrie, die gerade denselben Weg gehen wie du.

Was die Begleitung kostet, hängt davon ab, wann du startest und wie wir die Zahlung strukturieren, auf einmal oder meilensteinbasiert entlang der drei Phasen. Die Details besprechen wir im Planungsgespräch, wenn klar ist, ob und wann der Schritt für dich überhaupt Sinn macht. Hol dir hier den Fahrplan und sichere dir dein Gespräch.

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