Wie läuft ein Roster im Mining ab?
Ein Roster ist das Schichtmodell im Mining. Das Gängigste ist zwei und eins: Du arbeitest zwei Wochen am Stück in Zwölf-Stunden-Tagen und hast dann eine Woche frei. Im Monat kommst du so auf etwa drei Wochen Arbeit.
Die zwei Wochen am Stück nennt man Swing. Daneben gibt es even time, also 7:7, sieben Tage Arbeit und sieben Tage frei. Dabei verdienst du entsprechend weniger, weil du den halben Monat frei hast.
Wie sieht ein Arbeitstag auf Site aus?
Der Wecker klingelt um 3:30 oder 4:00 Uhr. Die Schicht dauert rund zwölf Stunden, meist von 5:00 oder 6:00 bis 17:00 oder 18:00 Uhr. Dazu gehört eine Mittagspause von 30 bis 60 Minuten. Freie Tage gibt es während des Swings dagegen nicht, du arbeitest die zwei Wochen durch.
Nach Feierabend bleiben dir etwa drei Stunden, ungefähr von 18 bis 21 Uhr. In der Zeit duschst du, isst, wäschst und telefonierst nach Hause.
Wie der Alltag im Camp aussieht, welches Essen es gibt und wie du wohnst, steht ausführlich im Beitrag zum Leben im FIFO-Camp.
Was machst du in der freien Woche?
Deine freie Woche gestaltest du komplett selbst. Manche schließen sich zusammen und holen sich gemeinsam eine Wohnung in der Stadt, um Kosten zu sparen. Andere fliegen in der freien Woche nach Bali.
Der finanzielle Punkt dabei: Während der Arbeitswochen werden Unterkunft und Verpflegung gestellt. Deshalb bleibt von deinem Gehalt ein großer Teil übrig, und viele legen so 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr beiseite. Womit das im Einzelnen zusammenhängt, steht bei den Verdiensten im australischen Mining.
Roster und Vertragsart hängen zusammen
Am Anfang läuft es häufig über einen Casual-Vertrag. Du wirst nur für tatsächlich geleistete Stunden bezahlt und erhältst normalerweise keinen bezahlten Jahresurlaub und keine bezahlten Krankheitstage. Dafür enthält dein Stundenlohn in der Regel ein Casual Loading.
Bei einer Vollzeit- oder Teilzeitanstellung sammelst du dagegen bezahlten Jahresurlaub sowie bezahlte Personal- und Krankheitstage an. Darauf lassen sich Arbeitgeber am Anfang aber selten direkt ein, weil sie erst sehen wollen, wie du arbeitest.
